Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte die STIHL Gruppe weltweit 20.246 Menschen. Sie tragen mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrem Engagement wesentlich zum Unternehmenserfolg bei. STIHL schafft dafür weltweit verlässliche Rahmenbedingungen. Gruppenstandards zur Personalpolitik und zu EHS-Themen (Environment, Health, Safety), zertifizierte Arbeitsschutzmanagementsysteme nach ISO 45001 in den zentralen Produktionsgesellschaften, der Verhaltenskodex für Beschäftigte sowie die internationale HR-Strategie geben Orientierung im Arbeitsalltag. Die Grundsatzerklärung zu Menschenrechten und umweltbezogenen Pflichten unterstreicht zusätzlich den Anspruch, Verantwortung zu übernehmen und die Würde jedes Einzelnen zu achten.

Fokus auf Arbeitssicherheit und Gesundheit

Auch 2025 hat STIHL den Schutz von Sicherheit und Gesundheit konsequent fortgeführt. Grundlage dafür sind gruppenweit gültige EHS-Standards sowie die ISO-Managementsysteme. Sie stellen sicher, dass Risiken früh erkannt, Schutzvorkehrungen umgesetzt und Beschäftigte regelmäßig geschult werden. Der Schwerpunkt im Berichtsjahr lag darauf, bestehende Prozesse zu festigen und das Sicherheitsbewusstsein im Arbeitsalltag zu stärken. Konkrete Beispiele gibt es hier.

Bei STIHL gilt das Unternehmensziel einer Arbeitsunfallquote von höchstens 4,5 pro Jahr, also der Anzahl an Arbeitsunfällen mit Ausfallzeiten je 1.000.000 Arbeitsstunden. Die Quote dient als wesentlicher Indikator für die Wirksamkeit des Arbeitsschutzmanagements und hilft, Verbesserungsmöglichkeiten und Abhilfemaßnahmen zu identifizieren. Im Berichtsjahr betrug die Arbeitsunfallquote 4,4.

Personalentwicklung: Einheitliche Prozesse, passende Inhalte

2025 hat STIHL gruppenweite Instrumente und Prozesse zur Personalentwicklung weiter ausgebaut: Ein einheitlicher Personalentwicklungsprozess mit regelmäßigen Gesprächen und strukturierten Rückmeldungen unterstützt Beschäftigte dabei, ihre Entwicklung aktiv zu gestalten. Auch das System „HR Online“, das Personalprozesse weltweit vereinheitlicht, wurde weiter ausgerollt und soll bis 2027 an allen Standorten verfügbar sein. Ein besonderer Schwerpunkt lag im Berichtsjahr darauf, Beschäftigte gezielt für neue Anforderungen zu qualifizieren – insbesondere im Zuge der Transformation hin zu mehr Akku-Produkten.

Vielfalt und Arbeitsumfeld

STIHL setzt sich für ein Arbeitsumfeld ein, das von gegenseitigem Respekt und Chancengleichheit geprägt ist. Im Berichtsjahr bestand das breite Angebot an Schulungs-, Mentoring- und Netzwerk-Programmen – zum Beispiel „Female Leadership“ und „Women Network @ STIHL“ – fort. Grundsätzlich verfolgt STIHL beim Thema Vielfalt derzeit aber einen dezentralen Ansatz, der den Gesellschaften die Freiheit lässt, Angebote für die Anforderungen vor Ort zu entwickeln. Wesentliche Vorfälle im Zusammenhang mit Diskriminierung hat STIHL 2025 nicht festgestellt.

Mehr zu aktuellen Projekten im HR-Bereich 2025 erfahren Sie hier.

Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

STIHL arbeitet mit mehr als 10.000 Lieferanten zusammen. Auf deren Produkte und Beschäftigte baut die STIHL Lieferkette. Wie die Arbeitsbedingungen in der Wertschöpfungskette gestaltet sind, ist deshalb eine Frage sowohl der menschenrechtlichen Verantwortung als auch der Stabilität des Geschäftsmodells.

Nachhaltigkeits-Scoring für Lieferanten geplant

Auch im Jahr 2025 hat STIHL eng mit seinen Lieferanten zusammengearbeitet, um Transparenz über Arbeitsbedingungen zu erhalten sowie mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und falls nötig zu beheben. Grundlage dafür ist ein risikobasierter Ansatz, der unter anderem regionen- und branchenspezifische Faktoren sowie die Art der bezogenen Materialien berücksichtigt.

Als zentrale Datengrundlage hat STIHL den Einsatz einer digitalen Plattform forciert. Über „Integrity Next“ stellen Lieferanten regelmäßig Informationen unter anderem zu Arbeitsbedingungen und zur Einhaltung sozialer Standards bereit. Bis Ende 2025 hatten rund 80 Prozent der eingeladenen Lieferanten Angaben per Selbstauskunftsfragebogen gemacht. Sie helfen, Entwicklungen besser zu verstehen, zu vergleichen und gemeinsam Verbesserungen anzustoßen. Derzeit entwickelt STIHL eine einheitliche Kennzahl zum Nachhaltigkeits-Scoring von Lieferanten, die unter anderem auf den „Integrity Next“-Angaben fußt.

Klare Erwartungen, klare Prozesse

STIHL erwartet von seinen Lieferanten, dass sie die im Verhaltenskodex für Lieferanten festgelegten Anforderungen einhalten. Dazu gehören faire Arbeitsbedingungen, sichere Arbeitsplätze und die Achtung der Menschenrechte. Diese Vorgaben sind Voraussetzung für die Aufnahme und Fortführung von Geschäftsbeziehungen und gelten weltweit. Auch im Berichtsjahr hat STIHL ergänzend risikobasierte Audits und Prüfungen bei ausgewählten Lieferanten durchgeführt.

Mögliche Verstöße können über das Hinweisgebersystem „Integrity Line“ gemeldet werden – sowohl von eigenen Beschäftigten als auch von externen Stakeholdern und Beschäftigten in der Lieferkette.

Hinweise prüft STIHL nach einem festgelegten Verfahren und lässt Erkenntnisse in die weitere Zusammenarbeit einfließen. Im Jahr 2025 wurden keine bestätigten Fälle von Kinder- oder Zwangsarbeit in der Lieferkette von STIHL festgestellt.

Netzwerken für Fortschritte

STIHL hat im Berichtsjahr regelmäßige Dialoge mit Stakeholdern wie Lieferanten, Brancheninitiativen sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen fortgesetzt, um menschenrechtliche Risiken zu adressieren und Präventionsmaßnahmen weiterzuentwickeln. Außer in Cobalt for Development und der Responsible Minerals Initiative engagiert sich STIHL im SustaiNet, einem Netzwerk von Industrieunternehmen zum Informations- und Best-Practice-Austausch. In Arbeitsgruppen haben die Unternehmen im Berichtsjahr unter anderem über regulatorische Anforderungen und praktische Umsetzungsfragen gesprochen.

Dieses Kapitel ist ein Auszug aus der freiwilligen Nachhaltigkeitserklärung, die die STIHL Gruppe erstmals nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt hat.

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