Volle Ladung

47.000
Quadratmeter
Produktionsfläche für Akku-Packs und Akku-Geräte
18.000
Kubikmeter
Regenwasserspeicher
Fast 5.800 Solarpaneele
auf dem Dach erzeugen 2,55 Megawatt Strom
Mehr Grün, mehr Licht
Die Dächer des Büro- und Technikgebäudes sind begrünt. Das Verwaltungsgebäude ist von den Produktionshallen abgerückt. So entsteht ein naturnaher Innenhof.
Akku/Batterie Nachhaltigkeit Fertigungsverbund Innovation Transformation Produktion Wertschöpfung

Ein eigener Standort, an dem ausschließlich Akku-Packs und -Geräte gefertigt werden – STIHL setzt mit dem neuen Werk in Rumänien ein klares Zeichen für seine strategische Wende hin zur Batterietechnologie. Im Oktober 2025 wurde es eingeweiht und soll vor allem die steigende Nachfrage nach Akku-Produkten auf dem europäischen Markt bedienen.

Akkus made in Europe

Das neue Werk in Oradea bildet das europäische Akku-Kompetenzzentrum für STIHL: Hier sollen bis 2028 1,7 Millionen batteriebetriebene Produkte und 1,8 Millionen Akku-Packs pro Jahr gefertigt werden.

Aktuell laufen Blasgeräte sowie AP-Akku-Packs von den Bändern, in Zukunft kommen Gehölzschneider, Motorsägen und weitere Produkte hinzu.

Stilisierte Europakarte mit orangefarbenem Standortmarker, der die Produktionsstätte Oradea in Rumänien hervorhebt
700
Arbeitsplätze
schafft das neue Werk bis 2028
125
Mio. Euro
hat STIHL investiert
18
Monate
dauerten die Bauarbeiten

„Diese Investition bedeutet Arbeitsplätze, Spitzen-technologie und einen echten Know-how-Transfer.“

Ilie Bolojan Premierminister von Rumänien

Willkommen in Oradea

In der Universitätsstadt nahe der Grenze zu Ungarn sind die Bedingungen für Investoren ideal: Eine hervorragende logistische Anbindung und moderne Infrastruktur sprechen für Oradea, außerdem unterstützen die Stadt und regionale Behörden Großprojekte. Bürgermeister Florin-Alin Birta betonte bei der Werkseinweihung die Offenheit für Innovation, Leistungsorientierung und internationale Zusammenarbeit: „Als Stadtverwaltung unterstützen wir Investitionen, die einen Mehrwert für die Gemeinschaft bringen – immer im Bewusstsein, dass ein dynamisches wirtschaftliches Umfeld der Motor für Wohlstand ist.“ Premierminister Ilie Bolojan sieht in der Investition von STIHL ein starkes Signal, das zeige, dass Rumänien ein verlässlicher Partner und ein wettbewerbsfähiger Industriestandort sei.

700 Menschen sollen bis 2028 im neuen Werk Arbeit finden. Auch dafür sind die Voraussetzungen bestens, denn die örtliche Universität bietet Studiengänge unter anderem in Robotik, Ingenieurwissenschaften und International Business an.

Ilie Bolojan im dunklen Anzug spricht am Rednerpult mit zwei Mikrofonen vor großformatiger Luftaufnahme eines Firmengebäudes

Energie der Zukunft

28 Prozent
aller verkauften STIHL Geräte sind aktuell batteriebetrieben.
1,8 Millionen Akku-Packs
sollen ab 2028 jährlich von den Bändern laufen.
Bis 2035
soll der Anteil von Akku-Geräten am Gesamtabsatz 80 Prozent betragen.

Nachhaltig bis ins Detail

Grüner Gürtel

Das Gelände rund um das neue Werk wurde naturnah gestaltet. Ein Waldstück aus Mirabellenbäumen blieb erhalten, rund 250 zusätzliche Bäume wurden gepflanzt. Auch die Dächer der Gebäude wurden begrünt.

Gut bewässert

Die Grünflächen werden mit aufgefangenem Regenwasser bewässert. Das entlastet die öffentliche Kanalisation.

Energie aus dem Boden

Durch 82 Geothermiebohrungen mit einer Gesamtlänge von 10.000 Metern wird Erdwärme genutzt, um das Bürogebäude zu heizen und zu kühlen.

Solarbetrieb

Bei günstigen Wetterbedingungen decken die Photovoltaikelemente auf dem Dach den Strombedarf des gesamten Werks.

Ruhiger Schlaf

Für die Außenbeleuchtung wurde eine insektenfreundliche Lichtfarbe gewählt, um Vögel und Kleinstlebewesen möglichst wenig zu stören.

Wiederverwertung mitgedacht

Alle Dächer und Fassaden sind so konstruiert, dass die Materialien nach einem Rückbau einfach getrennt und wiederverwertet werden können.

„Mit Geothermie habe ich beste Erfahrungen gemacht. Deshalb freut es mich besonders, dass wir sie hier in einem Großprojekt umsetzen konnten.”

Hubert Kieweg Architekt und Projektleiter Bau
Hubert Kieweg, Architekt und Projektleiter Bau

Bauen für Generationen

Als Architekt in der Bauabteilung von STIHL stand Hubert Kieweg in Oradea vor einer besonderen Aufgabe: Er verantwortete nicht nur den Bau sämtlicher Gebäude und der gesamten Infrastruktur des neuen Standorts – er sollte zugleich das erste STIHL Werk realisieren, das nach den anspruchsvollen Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert wird. Das ehrgeizige Ziel: die Stufe „Gold“.

Die DGNB bewertet nicht nur ökologische, ökonomische und soziokulturelle Aspekte des fertigen Gebäudes, sondern nimmt auch den gesamten Bauprozess unter die Lupe. Für Kieweg und sein Projektteam bedeutete das, die Baustelle so zu organisieren, dass möglichst wenig Abfall entstand und Lärm sowie Staub auf ein Minimum reduziert wurden.

Zudem umfasst die Zertifizierung den gesamten Lebenszyklus, bis hin zum Rückbau. Das spiegelt sich im neuen Bürogebäude wider: Die Elementfassade besteht aus Holzrahmen, die aus Brandschutzgründen verkleidet wurde. Die Wahl fiel hierbei bewusst auf Metall, da es besonders gut recycelbar ist. Auch die Mineralwollschicht wurde nicht wie üblich verklebt, sondern mit einem Klemm-Mechanismus befestigt. Hubert Kieweg: „Wir haben so geplant, dass nachfolgende Generationen vernünftig rückbauen können, nicht nur das Bürogebäude, sondern alle Fassaden und Dächer.“ Ein Baukonzept, das weit über die Gegenwart hinausdenkt.